SA-8B-Gecko-OSA-AK-9K33

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Als einziges Museum in Deutschland sind wir in der Lage unseren Besuchern ein Waffensystem vom Typ SA-8B in fahrbereitem Zustand zu zeigen. Dank der Vermittlung eines Freundes des Museums wurden wir Leuten vorgestellt, welche sich für unsere museale Arbeit begeisterten und die in sehr uneigennütziger Art und Weise uns solch ein Fahrzeug zur Verfügung stellten. Die SA-8B Gecko ist die NATO-Bezeichnung für ein Flugabwehrraketen-System aus sowjetischer/russischer Produktion, das in den 1960er Jahren entwickelt und 1975 in Dienst gestellt wurde. Es dient zur Bekämpfung von Hubschraubern und Kampfflugzeugen in niedriger bis mittlerer Flughöhe und ist heute noch bei vielen Armeen im Einsatz. Der GRAU-Index lautet 9K33 Osa (russisch Оса – Wespe).

Infos


SA-8B / OSA-AK / 9K33
noframe
In Action auf der Geländestrecke
Allgemeine Angaben
Typ Flugabwehrraketensystem
Hersteller NII-20 Forschungsinstitut
Entwicklung 1978
Besatzung 5 Personen
Einschaltzeit aus dem Marsch 4 min. mit anlassen Gasturbine
Takt.- techn. Angaben zum Basisfahrzeug
Typ SLS-BAZ 5937
Masse 18680kg
Länge 9270mm
Breite 2830mm
Höhe 3998 (4853)mm
Steigfähigkeit 58%
Watfähigkeit schwimmfähig; 8km/h
Motor 6 Zyl/V-Motor, Diesel, 16l Hubraum, 300PS bei 2600 U/min, 80l Verbrauch

Bilder

Waffensystem OSA-AK

Das Waffensystem OSA-AK ist ein mobiles Flugabwehr-Raketensystem mittlerer Reichweite, welches alle Komponenten zur Zielaufklärung, -identifizierung, -begleitung und -bekämpfung beinhaltet. Entwickelt wurde das Waffensystem aus der Marineversion SA-N-4 und zum ersten mal im November 1975 in Moskau vorgestellt. Entgegen der heutigen Version, hatte die SA-8A nur vier Raketen, welche offen auf den Startrampen lagen. 1978 wurde dann die Nachfolgeversion SA-8B vorgestellt. Sie ist mit 6 Raketen, in modernisierter Version, die sich in Transport- und Startcontainern befinden ausgestattet. Der Komplex OSA-AK ist hochmobil und schwimmfähig. Er ist ausgelegt um Flugzeuge, Hubschrauber und Cruise Missiles in tiefen bis mittleren Höhen zu bekämpfen. Das System 9A33BM3 – Start-Leit-Station (SLS) wirkt im Bestand einer Batterie, welche sich aus 4 SLS, 2 Transport-Lade-Fahrzeugen, 1Führungsfahrzeug BTR 60-PU-12M und 2 Wartungsfahrzeugen zusammensetzt. Geführt wird die Batterie vom Batteriechef, welcher auf dem Führungsfahrzeug mit dem digitalen Radar ASPD-U Verbindung mit den Frühwarnsystemen hat, über Funk mit Durchgabe der Aufgabe und den zu den Zielen gehörenden Koordinaten. Im Stand besteht noch die Möglichkeit über Kabel zu kommunizieren. Die Abstände zwischen den einzelnen SLS betragen zwischen 200 bis 2000 Meter.

S Ziele der SA-8
Anfliegende Ziele
Zielgeschwindigkeit bis 500m/s
Zielhöhe 100…5000m
Entfernung 1500…10000m
Abfliegende Ziele
Zielgeschwindigkeit bis 300m/s
Zielhöhe 100…5000m
Entfernung bis 6500m
Schießzyklus 45 sec
Vernichtungswahrscheinlichkeit
Ziele nicht manövrierend, nicht störend mit einer Rakete 0,4…0,96%
Hubschrauber 0,24…0,76%
Bekämpfungsmethode
Langsame, nicht manövrierende, nicht störende Ziele Einzelschuß
Schnelle, manövrierende, störende Ziele Raketenreihe
Rakete 9M33M3
Länge 3158mm
Durchmesser 209,6mm
Gewicht 126,3kg
In Höhen 25…5000m
Entfernungen 1500…10300m (modernisiert 15000m)
Geschwindigkeit 550m/s
Splitterradius 15m
max. Belastung 20g
Rakete startbereit nach 12,8 sec „Vorbereitung“ max. „Stand by“ Zeit- 10min danach 10min Pause
Takt.-techn. Angaben der Radare
Aufklärungsradar
Reichweite 0-15km, 0-35km, 10-45km
Sendeleistung 270kw
Entfernungsauflösung 300m
Zielverfolgungsradar
Reichweite 28km
Sendeleistung 180kw
Entfernungsauflösung < 55m
Raketen Lenkradar
Reichweite 14km
Sendeleistung 100kw
Entfernungsauflösung < 55m
Da es zwei Lenk-Kanäle gibt, ist es möglich zwei Raketen auf ein Ziel im Abstand von min. 4sec ( Regel 6…8sec)zu starten
Normzeiten
Fla- Raketenregiment
Entfalten des Gefechtsstandes aus der Bewegung ( Entfalten, Funktionskontrolle, Check Zusammenwirken, Aufnahme der Nachrichtenverbindungen) 18min
Fla- Raketenbatterie
Entfalten aus der Bewegung zur Gefechtsordnung 35sek
Stellungswechsel 15sek
aus dem Marsch in Gefechtslage mit Einrichten der Start- Leit- Station 4,30min
Beziehen der Startstellung bis zur autom. Zielbegleitung 6min

Quelle

POLYGONE Coordination Center/FmSkt 62